Von der Institutionalisierung der Sexualität Teil 1

Jemand der seine Leidenschaften und Begierden für andere Menschen als
Schlachtfeld, als Machtkampf ansieht, also jemand, der stets trachtet,
in Situationen zu Siegen und dem Feind zu schaden, hat das Gesunde und
Schaffende an der Geschlechtlichkeit nicht erkannt und handelt aus Angst vor emotionalen Verlusten und Rache gegen die Verursacher dieser Emotionen.·

Bei der Mehrzahl der Menschen, den Hetero-Sexuellen wären es also die
Menschen des anderen Geschlechts, die als Feind gelten und denen Rache
geübt werden muß. Dies ist in meinen Augen die Problematik der
"Institutionalisierung der Sexualität", dessen
Perfektionierung die "moderne westliche Welt" anstrebt; also trennte ich
zunächst die beiden Geschlechter des männlichen und des weiblichen, und
beobachtete grundlegende Unterschiede.

Männliche Geschlechtstortur tritt auf, wenn alle seine Herrschaftstriebe
schlafen. Hat er nichts zu herrschen, fällt er zurück in die Masse der
Männer, aus denen das Weib jederzeit wählen darf. Sie wählt dann nach
ihren persönlichen Kriterien den Mächtigsten, Stärksten aus, dem sie im
Tausch mit etwas ihrer Macht eine zeitweilige Erlösung seiner Tortur
gewährt. Das Problem des Mannes ist, daß er sich als
geschlechtlich untertänig einorden muß, egal welche Illusion von
Herrschaft oder Macht sein Neid, seine Gier und wohl auch seine Wut und
sein Haß ihm bequemer erscheint. Er wird immer der Bewerbende sein, und
es ist für seine Geschlechtlichkeit eine stärke, wenn er ohne Trotz und
Skrupel eifrig seinen Bewerbungen nachgeht. Es entsteht ansonsten all zu
leicht ein Hass auf das leichtfertige, selbstverständliche Siegen der
physiologisch wohl geformten Frau, die eben keine Last und keinen
Sexualtrieb in sich hat, sondern Sexualgenuß zu jeder Zeit genießen
könnte, wären da nicht die anderen, ähnlich wohl geformten Frauen, die
in stetiger Gewissenskonkurrenz über der Auswahl der Bewerbenden stehen.
Für den Mann ist seine eigene Libido, sofern er nicht zu den seltenen
physisch geglückten Männern gehört, eine Tortur, etwas Leben-raubendes,
eine Form des Tinnitus.
Unabhängig von körperlichen Behinderungen, die auf die Bewegung, die
Fort-Bewegung oder Sinne Lebenshemmend wirken, gibt es Behinderungen,
die durch unästhetische oder nicht dem Maß der Umgebung entsprechende
Formen des Körpers (häßliche Gesichter, fette Leiber, zeugungsschwache
Geschlechtsorgane) hemmen.

Im Gegensatz zur physisch verunglückten Frau, deren Tortur von folgender
Art ist: Weibliche Geschlechtstortur tritt auf, wenn die ständige
Selektionsfähigkeit der Frau abschwächt. Es ist gegen die
Herrschafts-Funktion der Frau, und damit gegen ihre Natur. Dies
verursacht ihre Tortur, die sie durch vielerlei angelernte
Schauspielereien zu überspielen weiss. Hier entsteht der
scharfe Verstand, dem ein jedes Weib mit sich trägt. Dieses Schauspielern·
wurde ihr von Natur gegeben und ist unheimlich ausgeprägt, ja sogar
notwendig, um ihren Klassenkampf mit den anderen Weibern, in der es um
die Maximierung der körperlichen Reize geht, siegreich zu führen.
Schlimmer noch als die Unruhe aufgrund dieser ständigen
Kriegsbereitschaft stelle man sich folgendes vor: Dem "schwachen"
Geschlecht·wird ihre einzige natürliche Stärke genommen - ihre
Überlegenheit aufgrund ihrer Selektionsfunktion. Aus männlicher Sicht ist
es eine Frechheit, das das Weib, ohne all zu starken Kräfteaufwand sexuell herrschen kann, andererseits ist aber auch Mitleid vorhanden, denn ihre sexuellen Reize sind zusätzlich das einzige, wodurch die Frau herrscht.·
Die praktische sexuelle Machtausübung wird noch zusätzlich durch den
künstlichen Erwartungsdruck der Weiber an die Herren gestärkt, der eben
gerade diesem Mitleid entspringt.

Bei beiden Geschlechtern zeigt sich, das die Tortur immer auftritt, wenn
die Vermittlung scheitert. Weiblich und Männlich sind von Natur aus
aufgrund ihrer Gegensätzlichkeit verfeindet, und es kommt nur periodisch
zur Versöhnung. Die natürliche Sexualität ist nämlich absolut ausgewogen, es gibt hier diese Konkurrenz der Weiblichkeit untereinander nicht in diesem ausgeprägten Sinne, so dass es keine moralische Schande war, wenn eine vielzahl von Männern eine wenigzahl von Frauen begatten, und wo es noch vollkommen egal war, von welchem Mann welches Kind stamme. Es gibt keine Familien sondern Stämme, und sie haben sich zu Formen aus der Nützlichkeit der Verteidigung gegenüber Räubern (Menschen oder Tiere oder Willkür) und nicht aus irgendeiner Lüge der Liebe oder dem Irrtum, das Kind bräuchte einen festen Vater zum gesunden aufwachsen.

Kommentare:

  1. man sollte nicht von sich selbst auf andere schliessen

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  2. Ein wenig wirr dieser Beitrag. Irgendwie eine Mischung aus teilweise veralteten Allgemeinplätzen, persönlichen negativen Erfahrungen und einer Aversion gegenüber Frauen.

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  3. Leider enorm kategorisierend und banalisierend.Diskrepanzen zwischen männlichem und weiblichen Sexualtrieb können nicht geleugnet werden, diese sind jedoch genauso zwischen Personen des selben Geschlechts aufzufinden.
    Man hat das Gefühl einen intellektuell aufbrausenden Rundumschlag einer Person zu lesen, die sich von ihrer Umgebung -in welcher Hinsicht genau steht in Frage- degradiert fühlt. Die Heraufbeschwörung anarchischer Zustände ist keine Lösung für diese Problematik.

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  4. Freitag, 05. Juni 2009, 01:30 Kathrin hat völlig Recht.

    Oh blöd, das Datum der Kommentare wird ja ohnehin gespeichert...

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