RB3: Gevelsberg, Remscheid, Solingen

Dieser Reisebericht ist in zwei Teile gespaltet; zunächst
einige allgemeine Worte, und anschliessend unsere aktuelle
Situation hier in Solingen:

Dank dem gerade bei Saturn Remscheid erworbenen Acer Aspire One
Subnotebook sind unsere Reiseberichte in Zukunft ausführlicher,
als bisher. Denn nun sind wir, dank dem überall in Deutschland
kostenlos zu bekommenden Strom (Steckdosen gibt es an fast
jeder Tankstelle, fast jedem Wirtshausklo, Parkhäusern, usw.)
können wir nun jeden Abend die Erlebnisse des Tages, sowie
die zurückgelegte Strecke gemütlich im Zelt dokumentieren.

Dank 8,9" Display, einer echten Auflösungsbreite (1024x600),
und einer Tastatur in Original-Größe ist es auch wirklich
angenehm, mit dem Gerät zu arbeiten. Und mit der 120Gigabyte
Festplatte werden wir noch Tausende Reisebilder speichern
können. Ich bin gespannt, ob grml überhaupt Subnotebook-fähig
ist.

Unser Ziel, heute noch eine weitere Gepäckträgertasche für
Marta - das ist Ellis Fahrrad - zu kaufen, ist daran
gescheitert, das es in ganz Remscheid tatsächlich kein
einziges Fahrrad-Geschäft gibt. So quälen wir uns, mit dem
schlecht, wackelig und unsicher verpackten Gepäck über
die weitere bergige Strecke nach Solingen; in der Hoffnung,
hier morgen einen guten Fahrrad-Laden zu finden.

Die Reise-Euphorie ist groß, zumal ich weiss, das die Strecke
von Köln bis Heidelberg wirklich leicht zu fahren ist.
Auch das erlernen weiterer klassischer Musikstücke, ist, da
ich mir nun einfach das gesamte classtab.org in einem 6MB-Zipfile
herunter laden kann, mit dem Acer viel einfacher. Das wird
dann unsere Kleingeldkasse weiter auffüllen.

Denn in der Tat ist in Zukunft, bis auf Ellis Tasche, kein
weiterer großer Kauf geplant. Vielleicht noch für 8€ eine
kleine Dose Pfefferspray. Meine, die mich so treu und unbenutzt
die letzten 2 Jahre begleitet hatte, habe ich nämlich verloren.
Und bei den ganzen Wertsachen würde ich schon ganz gerne eine
rudimentäre Verteidigung dabei haben.

Alle weiteren Ersparnisse gehen somit nun fürs Essen und Trinken
drauf. Mit dem Benzinkocher können wir mit wirklich wenig Kosten
sehr gutes und warmes Essen vorbereiten.

Nun zum eigentlichen Reisebericht:

Wir starteten, nachdem wir eine durch die umliegenden Jugendlichen sehr unruhige Nacht hatten, unsere Reise Richtung Remscheid. Da es aber hügeliger wurde, als wir dachten, und
die beiden Orte doch ganz schön weit voneinander entfernt waren,
schafften wir es nur bis Remscheid-Lennep. Hier zelteten wir in einem Wald
namens "Jägerwald".

Am nächsten Morgen fuhren wir zum Remscheid Zentrum. Wie oben erwähnt,
fanden wir hier alles, nur keine Gepäckträgertasche.

Kurz vorher waren wir jedoch in einem der
"beschissensten Skateparks Deutschland"-würdigen Skateparks in Gevelsberg.
Bemerkenswert ist aber dieser Curb, an dem ich hier Frontside Tailslide. Was immer das
auch für ein Material ist, mehr davon auf Deutschlands Straßen- und Skateparks!!!



Na, wo kommt denn DIESER Pinguin her?




Enttäuscht also von Remscheid fuhren wir die bergige Strecke nach Solingen.

Backside 5-0 am Remscheider Rathaus:


Als wir gerade unsere Räder durch Solingen schoben, fiel Ellis
Trinkflasche herunter. Als wir zurückschoben, um Sie
aufzuheben, sprach mich Zeby an. Woher wir denn kämen, und
warum wir so viel Gepäck hatten. Im Gespräch kristallisierte
sich schnell heraus, das er Vagabunden-freundlich ist, und
wir bei ihm nächtigen können. Als wir dann zum schnuppern
bei ihm Zuhause in der Wohnung standen, bot er uns direkt
Dusche, Internet-Zugang, Küche, Kochen, Wäsche waschen
und Übernachtung an. Ausserdem können wir hier PC und Mobiltelefon aufladen.

Als ex True-Punk ist er einfach ein weiterer Glücksschuss
gewesen. Hiermit erstmal ein großes Dankeschön und schöne Grüße an ihn.

JA!!! Solingen ist übrigens die Stadt mit dem "Rollhaus" - der Mini-Skatehalle.
Da geh ich aber nicht mehr rein, da ich dort vor vielen Jahren mal war.

Morgen geht es dann zur Post - Hepf+Horn kriegen noch ein Paket, und
anschliessend lotst Zeby uns zum Fahrradgeschäft. Dort gibt es dann
die Tasche. Dem Weg Richtung Köln - über Leverkusen - steht dank abgespeicherter
google-maps Karten auf dem PC dann nichts mehr im Wege.

Und zu guter letzt nochmal die Elli beim Wenden:


Und der Herbert beim doof gucken in Remscheid-Lennep (wo wir übrigens
nur kurz durchgeschoben hatten, da hier Stadtfest war, und wir keinen
Bock auf Menschen hatten):

RB2,5: C.o.S Pool Contest am Samstag in Hagen Haspe

Da mein vorheriger Reisebericht einerseits, da es wenig zu berichten gab, und andererseits, da dieses Internet-Cafe hier sehr teuer ist, sehr spärlich ausfiel, liefere ich hiermit einen halben Reisebericht nach.

Deswegen legen wir auch 2 Bilder von unserem Rast in Bochum-Dahlhausen nach;
einmal ein Traumfoto von Flo und Ria und einmal ein Zeltübersichts-Foto:



Wir befinden uns weiterhin in Hagen-Haspe. Der Grund dafür ist, das ich am Samstag morgen in meinem Zelt von Musik geweckt wurde. Ich kletterte, um Frühstück zu holen, aus dem Zelt. Auf dem Weg zum Real,- ging es am Haspe-Pool vorbei. Hier beobachtete ich Menschen, die einen Pavillion aufbauten. Wunderlich fragte ich, was denn hier stattfinden würde. Die Antwort war, das hier der vierte C.o.S Pool-Contest der Serie, die in ganz Deutschland stattfindet, stattfinden würde.

Euphorisch besorgte ich Frühstück und baute mit Elli zusammen unser Zelt am Pool auf.

Hier gab es nun eine geile Pool-Session mit Pool-Größen aus der Umgebung. Und einige wenige sind sogar von weiter Weg angereist:

Spaß mit den Stufen




Rock to Fakie im Shallow End


Radical Carving:



Axle-Stall Landeanflug:



Übersicht über die Pool-Area mit unserem Zelt vorne dran


die Elli beim Sortieren

Google Maps berichtet mir gerade, das ich auf dem Weg nach Köln über Ennepetal, Wuppertal und Remscheid reisen werde. Da es Sonntag ist, und wir uns mit unserer Planung, was unser Gepäck angeht, etwas verschätzt hatten, werden wir es heute höchstens bis Remscheid schaffen. Dort besorgen wir uns dann morgen, am Montag, noch eine weitere Seitentasche für Ellis Fahrrad. Dann sollte dem Weg Richtung Süden nichts mehr im Weg stehen.

Entschuldigung nochmal an Hepf+Horn, das ich sie am Freitag nicht nochmal sehen konnte. Die 32€ und das letzte Nietzsche Sammelwerk-Buch schicke ich euch per Post !!! Schöne Grüße an dieser Stelle.

RB2: Bochum-Dahlhausen und Hagen-Haspe



Unseren ersten Tourstop verbrachten wir mit Flo, Fräulein und Ria zusammen hinter einem versteckten Busch an der S-Bahn Haltestelle "Bochum-Dahlhausen". Hier hatten wir schöne faule Stunden zusammen, und bereiteten uns mental auf unsere Reise vor. Ausserdem besorgten wir die letzten Utensilien, die wir noch benötigten.


Wir einigten uns auf folgendes Reisedesign, auf der auch die Befestigung der Gitarre zu erkennen ist:


Wir fuhren am Kemnader Stausee vorbei weiter nach Hagen-Haspe zum Micky-Maus Pool, an dem ich auch damals auf meiner Deutschland-Reise bereits einen Stop machte.

Unser Benzin-Kocher funktioniert übrigens nun doch; ich hatte bisher nur immer das falsche Benzin getankt. Schönen Gruß an den Vollidioten, der mir einen 5l Benzin-Kanister für 10 cent weniger verkauft hat.


Hier ist Elli auf der Fahrt in Richtung Haspe:


Unser nächstes angestrebtes Ziel ist Köln. Wahrscheinlich werden wir über Wuppertal fahren.

RB1: Recklinghausen [Aufbruchsparty]

Am Samstag, den 23. August 2008 habe ich, während der Fahrt in Richtung Freiheit und der Fahrt zum Feier-Gelände (:)



zusammen mit meinen Helfern Hepf, Horn - und natürlich Elli, ab 11:00 den Bierkastenturm aufgebaut. Auch das gute maXXum Altbier ist hier zu sehen:




Da wir uns an diesem Tag aufs Saufen konzentriert hatten, gibt es bisher leider kaum Fotos. Wenn mir noch jemand Bilder schicken würde, könnte ich sie nachpflegen. Hier noch eine Auswahl an zufälligen Schnappschüssen.

Das ist die erste, einzige und damit auch jüngste Alkoholleiche. Schönen Gruß an dieser Stelle, und an die Eltern natürlich:



Nun folgen Bilder vom frühen Feier-Verlauf:


Hier ist eine kurze Übersicht des späteren Partyverlaufs, noch vor der Flunkyball-Runde am Rathaus:





Die Feier fand an 2 Orten statt. Das die Polizei erst so spät kam, etwa um 16:00, konnte ja keiner Wissen. Wir sind dann zum Rathausplatz, wenige 100 Meter weiter, umgezogen. Hier gab es noch die volle Palette an Dingen, die eine Party zu bieten haben muß. Schlägerei, Sex, harte Drogen, Flunkyball, kotzende, scheissende und pinkelnde Menschen, leckende Hunde.


Hier ein Bild vom ausnüchtern am Folgetag mit Elli, Flo, Paul und Fräulein an meinem neuen Lieblingszeltplatz:

Am 01. September geht es offiziell los. Ich werde die letzte Woche noch weiterhin in meinem Büro arbeiten. Das erste angepeilte Ziel ist wahrscheinlich die Ruhr in Bochum.

Update3: Einladung zur Aufbruchsfeier

Update 3: Die Party findet statt. Es soll Morgens, während der Bierkastenturm von mir und meinen Helfern aufgebaut wird, trocken sein. Nachmittags wird es regnen. Und Abends ist es dann trocken. Alle Weicheier, oder Menschen, die keine Jacke besitzen, sollten dann erst ab Abends, wenn der Regen aufhört, ankommen.

Update 2: Wettervorhersage von 27 Stunden vor Feierbeginn: Vormittags Regen und Kälte, etwa 16°C. Abends soll es trocken sein. Ich bin gespannt, wie sich die Vorhersage im laufe des heutigen Tages präzisieren wird.

Update 1: Ich werde heute(=21.07.2008) 100 Flyer ausdrucken, und diese in den nächsten 4 Wochen verteilen. Die Einladungen sind nummeriert; wer spezielle Nummern haben will, muss sie sich bei mir reservieren. Und ja! ich bin mir der Sinnlosigkeit von nummerierten Einladungen bei einer Party für ALLE bewusst.

Ich lade Menschen jedes Ranges, jedes Typens, jeder Religion und jeder moralischen Gesinnung zu meiner Abschiedsparty am 23. August 2008 im gesamten Erlbruchpark hinter dem Recklinghäuser Rathaus ein. Startzeit ist 12:00 Mittags am Skatepark. Dieser ist leicht hinter den Bäumen am Parkplatz zu finden. Ich betone jedoch, das sich die Feier aufgrund der Anzahl der Personen auf die gesamte Parkanlage ausweiten wird.

Anlass der Feier ist mein Aufbruch zur Weltreise; vorraussichtlich werde ich nie mehr nach Recklinghausen zurückkehren. Damit ist auch Seltenheiten und mir nur flüchtig Bekannten die Teilnahme an meiner Feier empfohlen.

Zusätzlich bitte ich, dass jeder ALLE mit einlädt, die er kennt, und auch denen sagt, daß sie doch bitte alle einladen sollen, die sie kennen. Ich werde für FREIBIER FÜR ALLE sorgen, bitte aber trotzdem, jeden Menschen so viel mitzubringen, wie er nur tragen kann. Konkret heisst das, ich werde etwa 30 Kästen hinstellen.

Achtung: Sollte es Regnen, wird der Termin verschoben!!! - ich denke es wird sich aber rechtzeitig zeigen, ob es an diesem Wochenende stattfinden kann, oder nicht. Der Träger des offiziellen Termins ist dieser Blog.

Unabhängigkeit, anti-autoritäres Verhalten und Selbstständigkeit

Die Fähigkeit zur deutlichen Begründung von Handelsmotiven eines jeden Menschen wäre eine Grundvorraussetzung zu einer redlichen Gesellschaft. Um so deutlicher und realistischer die Beleuchtung und Reflexion wird, dest so stärker ist das Fundament für ein rechtschaffenes Miteinander. Das dieses Prinzip aber auch Nachteile hat, und warum es so schwierig durchzusetzen ist, will ich nun darstellen.

Die soziale Eingliederung ist ein wichtiges Instrument für die Arbeits- und Gewaltenteilung menschlichen Handelns. Der Antriebsmotor des menschlichen kollektiv-Organismus, der sich in den Städten und Staaten darstellt, wird durch drei Hauptmomente betrieben, für die jeder Mensch mehr, oder weniger, empfänglich sind, welche da einmal wären die künstlich erschaffenen Symbole, Götzen und Ordnungen, wie bspw. Ränge, Orden, Belohnungen, dem Finanzsystem, dem Markt oder der momentan sehr modernen Reizung zum Konsumverhalten. Dann weiterhin der Instinkt, oder der waltende Grundtrieb, zur Definition des eigenen Charakters und der eigenen Art durch Kleidung, Geste, Sitte und Loyalität, kurz die Gesinnung und sozialer Stand. Unter diese Kategorie fällt auch die Berufung, welche einen Hauptteil der Identifikation der eigenen Persönlichkeit ausmacht. Letztendlich wird der Fortschritt des Menschen durch die große Politik beherrscht, welche das sublimste, aber auch primitivste Vorzeigeglied dieser Momente darstellt. Diesen Punkt führe ich später detaillierter aus.

Für mindestens einen dieser drei Momente wird sich ein jeder Mensch entscheiden müssen; einige definieren sich über ihren Bildungsstand, welches eine Mischung aus beruflichem Eingliederungsgefühl und sozialem Stand ist. Das ist eine Konsequenz des in Europa üblichen kapitalistischen Grundgedankens, welche die starken Unterschiede der sozialen Schichten erst ermöglicht.

Ich betonte die Begriffe Stadt und Staat; denn tatsächlich gibt es noch Lebensbereiche und Gebiete, in denen diese Schablone nicht zutrifft. Das wären Völker und Stämme. Oder eben Unabhängige.

Der Unabhängige ist, für die hier angewandte Betrachtungsweise der in dem Bereich von Städten und Staaten lebende Mensch, der sich dieser Schablone aber trotzdem nicht fügt. Der Mensch in einer Sippe, die einem Volk angehört, oder der unabhängige Einsiedler, kennt und erlebt die Eingliederung in soziale Gefüge völlig anders - sie leben aber auch in einem anderem Umfeld, so das ihre Unabhängigkeit die Konsequenz aus dem Mangel an Zwang zur Sublimierung des Ordnungs-Instinktes ist, zu dem der Staat die Teilnehmer aufgrund seiner Natur zwingt. Der Typ Mensch, den ich hier versuche darzustellen, lebt völlig bewusst in dem Gebiet und in ständigem Zwiestreit mit dem System der Städte und Staaten.

Sein Zwiestreit besteht in einer nicht-Akzeptanz und nicht-Eingliederung in alle autoritäre Systeme. Für rechtschaffene Mitglieder des Systems wirkt er daher Trotzig. Unabhängig davon, das er von den Menschen nicht verstanden werden will, da Mitglieder solchen Unbekannten Lebensstilen meinst ängstlich und feindlich gegenüber stehen, bekommt er den Status eines Parasits. Für die Ziele und Motivation des etablierten Miteinanders sind sie das auch; und deshalb werden solche Personen instinktiv vom Moloch ausgestossen.

Durch den Ausstoss aus der Gesellschaft büßt man aber die Sicherheit über Leib und Wohl, ständige Ernährung, sichere Wohn- und Schlafplätze, Polizei, und weitere Vorteile der Gesellschaft, ein. Wer sich also entscheidet, Unabhängig im Lebensumfeld der Städte und Staaten zu sein, braucht Selbstständigkeit.

Die Handlungen, die man für die gewünschte Selbstständigkeit tut, sind laut moralischer Beurteilung nicht immer rechtschaffen; das bedeutet beispielsweise, das wenn ein unabhängiger Mensch Mundraub begeht, sich also bei Aldi mittem im Laden schön sein Käse-Brot, dessen Eigentümer Aldi ist, schmiert, und isst, zu welcher Handlung er wiederrum aus Selbsterhaltungstrieb gezwungen wird, ist das ein Verbrechen. Ein Brechen gegen geltendes Marktsystem - also gegen Kapitalismus. Dieses Verhalten ist Anti-Autoritär.

Das ein solches Handeln mittlerweile in Deutschland auch gar nicht als Strafbestand gilt, zeigt nur die Stabilität des Gesamtsystems, das Gnade walten lässt - und so stark ist, die wenigen, vielleicht ein Hundert Menschen, die dies in Deutschland regelmäßig und bewusst tun, tragen können.

Klar ist jedoch, das diese Methode nicht Selbstständigkeit bedeutet. Man könnte argumentieren, das die Rohstoffe, die für die Ernährung nötig sind, ja an der Stelle der Städte und Staaten gemeinnützig für alle Lebewesen wachsen würde; man also eigentlich als so lebender Mensch nicht die Menschen - sondern die Natur beraubt. Und es also ein Mißvergehen der Menschen ist, die Naturrohstoffe zu Käse und Brot zu verarbeiten. Man würde es ja selbst machen, wenn der natürliche Zustand gegeben wäre.

Die wahre Selbstständigkeit wäre es jedoch, sich ein Landfleck, an dem kein kapitalistisches Territorialsystem herrscht, zu suchen, und sich hier sein Haus zu bauen und seine Rohstoffe zum Leben zu pflanzen.

Es gibt viele pseudo anti-autoritäre Personen, die aus Aufmerksamkeitsmangel oder aus Konfliktsucht handeln. Diese Menschen sind jedoch in ihrem handeln unreflektiert und unredlich - deswegen gilt, das für welche Methode man sich als Person auch entscheidet, die den Weg zur Unabhängigkeit sucht - die Redlichkeit und die Offenheit, die Argumente der etablierten nachvollziehen zu können, das wichtigste bei der Sache ist.

Das eigentliche Problem, das einen solchen Menschen-Typus so selten macht, ist nämlich der komplexe Gegenstand und Hintergrund eines solchen Unabhängigen. Es gehört viel grundphilosophisches Interesse und ein grober Kenntnisstand der Entwicklung der Bürgerlichen, etablierten Moral und Ethik dazu; dazu der Mut und Wille, ins kalte Wasser zu springen und die Abkapselung von der Gesellschaft zu wagen. Weiterhin muss er Konsequent in seinem Handeln sein, sich der irrenden und fragenden Blicke der Menschen um ihn herum, und auch vielleicht der ihm besser bekannten Menschen, ertragen.

Denn wäre die Moral von Grund aus redlich, wäre sie keine Moral mehr - kein Götze, kein Leitfaden, kein Soll. Die Moral ist Zweck - Zweck zur Ordnung; und damit Moral durch Redlichkeit ersetzt wird, ist viel Arbeit notwendig. Arbeit, zu der, wie es mir scheint, der menschliche Geist in seiner jetzigen Entwicklungsstufe noch nicht bereit ist. Das zeigt mir beispielsweise die oben angesprochene Primitivität der großen Politik, welche sich, wie immer im bisherigem Verlauf der menschlichen Geschichte auf Mord, Macht und Massenmanipulation - eben Moral - konzentriert. Oder der Glaube an den Kapitalismus.

Ich habe in meinem Leben nie unterschrieben, mit den hier herrschenden Systemen, sei es Wirtschaft, Recht oder Sitte, einverstanden zu sein, und mich eingliedern zu wollen - damit ist es in den Augen der Etablierten ein Trotzverhalten, vielleicht ein gestörtes Verhalten, das ich an den Tag lege - aber meine Redlichkeit lasse ich mir nicht nehmen; und deswegen strebe ich die Unabhängigkeit an.

Das ich übrigens als Vagabund und nicht als sesshafter Mensch die nächsten Jahre unabhängig sein will, ist nur meine lebenspositive Neugierde. Die Erfahrungen, die ich machen werde, würde ich als sesshafter Mensch nie bekommen. Ich nutze also meine spät-jugendliche und früh-erwachsene Energie, um Eindrücke, Erfahrungen und Gedanken zu sammeln...

Weltreise Designvorschlag 3

Der Abreisetermin rückt immer näher. Nur noch 5 Tage bis zur Aufbruchsfeier. Natürlich gibt es weiterhin kreative Reise-Designideen:


v.L.n.R. : Herberts Rucksack mit sichtbarer ISO-Matte, unser blaues 2 Sekunden-Zelt, unseren batterielosen Mini-Lautsprecher namens Lauti, unseren eeePC in der 7"-Variante, dieses Modell gehört der Firma - ich werde es mir in der 10"-Variante kaufen, Ellis Rucksack mit sichtbarem Ersatzschuh (Standard-Schuhwerk ist Stiefel) und sichtbarem Parka

Auf dem PC zu sehen ist: Schweizer Taschenmesser und Base UMTS Usb-Stick für Internet überall - für 25€/monatlich.

Es folgt: Weltreise Designvorschlag 4 - in dem wir unsere Fahrräder, die wir uns heute Abend beim Radsport Meinhövel in Gelsenkirchen aussuchen, präsentieren. Dann gibt es auch Bilder mit vollem Reisegepäck.

Die Unmöglichkeit Edmund Husserl´s eidetischer Reduktion

Husserl´s phänomenologischer Ansatz der eidetischen Reduktion, der etwas über die Erfahrung hinausgehende über Objekte sagen zu können versucht, trägt einen offensichtlichen Widerspruch in sich. In dem Prozess der Reduktion versucht er, alle intentionalen Aspekte der Betrachtung von Objekten zu eliminieren, um eine reine Betrachtung des Phänomens des Objekts zu ermöglichen. Alles Subjektive, alle persönlichen Aspekte sollen in der Betrachtung des Objektes keine Rolle spielen. Aus der Beurteilung von Objekten will er die Beobachtung von Objekten machen.

Im Prozess der Eidetik konstituiert er aber ein Wesen in das Objekt hinein. Das Wesen eines Objektes soll den Sinn des Objekts erklären. Da aber erst das Subjekt einen Sinn in Objekte legt, ist das Prinzip der Reduktion unterbrochen. Eine eidetische Reduktion ist ein Widerspruch, weil ein nicht-subjektiver Sinn nicht möglich ist. Der Mensch legt erst den Sinn in die Dinge. Gäbe es eine Realität, so wäre diese Sinn-los.

Ein Sinn ist die Deutung einer Ordnung; die Ordnung mag als logisches Konstrukt dastehen, sie wird immer reine Kausalität, also rein logisch bleiben. Elemente einer Ordnung können sich systematisch ordnen, das heisst, man kann Regeln und Gesetzmäßigkeiten in Ordnungen erkennen, aber man kann aus diesem formalen Regelwerk keinen Sinn-an-Sich herleiten.

Es gibt keinen Sinn-an-Sich sondern nur Sinn-für-Etwas. Es scheint mir, als hätte Husserl das übersehen... gerade Husserl, der den Satz "Ein Bewusstsein ist immer ein Bewusstsein von etwas" prägte...

Ich möchte noch hinzufügen, das Schopenhauer, durch Deaktivierung des Willens, eine andere Methode versucht, das wahre Wesen der Objekte zu erlangen; denn Schopenhauer sucht nicht nach Sinn, sondern nach platonischer Idee. Der Unterschied zwischen diesen Begriffen werde ich in Kürze darlegen, wodurch dann auch die Differenz im Vorgehen dieser beiden Philosophen deutlich wird.

moralische Beobachtungen

Dieser Text stellt die überdachte Formulierung des Textes Moral als Konsequenz oder als Ursache? dar

Menschen, die sich einem kollektiven Sammelsurium von Richtlinien, Geboten, Gesetzen oder Verhaltensempfehlungen unterwerfen, sprich, sich mit dem Titel des "Gutmenschens", des "Weltgewissens" oder dem "Bürger des Landes" schmücken, haben zwangsläufig die Eigenschaft, keine Individualität, keine Phantasie und keine Motivation zum Leben aus eigener Kraft zu haben. Diese 3 Stichpunkte bilden Kategorien, welche ich näher erläutern und meinen Standpunkt zu ihnen begründen will:

1.) Freiheit ("Individualität")
Wird ein heranwachsender Organismus durch äussere Umstände an seiner reinen Entwicklung gehemmt, hat das zur Folge, das die volle Qualität des Potenzials sich nicht entfalten kann. Stattdessen wird Individual-Qualität zur Dienstbarkeits-Qualität gewandelt, und der Organismus waltet nun fortan nicht mehr für sich, sondern für die Norm, die Familie, das Gesetz, der Ideologie oder der Politik, die seinen Werdegang unterbrach.

Dem physiologischen Organismus ist, im Menschen, der psychische Charakter untertänig. Sollte der psychische Charakter nun frei von allem Zwang auf eine Ideologie, Gesetz, etc. - kurz: auf eine Handlungsmotivation stossen, so steckt diese Motivation bereits ursprünglich im Wesen des Charakters, und ist damit kompatibel. Somit ist dies die gesunde Form einer sich entwickelnden Charaktereigenschaft.

Obwohl die Anzahl der Möglichkeiten der Entwicklung einer Persönlichkeit, die die Demonstration des Charakters im Alltag ist, ausserordentlich hoch ist, zeichnen sich im Alltagsbild klare Strukturen ab. Kulturströmungen, Stände, Religionen, Idole, oder Statussymbole. Wären die Instrumente der Institutionen, die für die Anteilnahme an ihnen werben, nicht so verführerisch, oder aber der sich entwickelnde Charakter von Personen nicht so leichtgläubig, so wäre es nicht die Norm, eine Identität zu sein, die sich, wie ein Baukastensystem, aus den am soziologischen Markt bietenden Angeboten, zusammensetzt.

Funktionale Menschen sind immer die Regel, immer zuerst anzunehmen, und ziehen sich durch alle Stände. Er findet sich nicht zwangsläufig gehäuft in den niederen Schichten des Ressentiments. Ganz im Gegenteil, in der Mittelschicht finden sich die besten Exemplare dieser Gattung; denn weder die Not, noch der Überfluss führen diese Menschen auf einen Wink, ihre Situation auch nur einzugestehen. Der wohlhabende ist sich der Situation meist bewusst, aber es wäre für ihn dumm, etwas zu tun, das die Situation ändern würde.

Ein solcher funktionaler Mensch ist für mich, ganz persönlich und subjektiv beurteilt, abstossend. Sie sind Inventar des Lebens, wie auch andere Dinge in der Aussenwelt. Schon früh habe ich es damals intuitiv gelernt, mit diesem Inventar umzugehen. Trotzdem ist es eine Geschmacksfrage, ernsthaften Verkehr mit Inventar-Menschen zu tätigen; und in meinem Falle ist es gegen meinen Geschmack.

2.) eigene Werte ("Phantasie")
Macht man sich erst Frei von den oben erklärten moralischen Zwängen, steht man nun vor einem neuen Problem. Das Feld der Möglichkeiten, sich zu entfalten, ist groß, nahezu unendlich groß. Nietzsche spricht im Vorwort von "Menschliches, Allzumenschliches" von einer krankhaften Vereinsamung, von der es noch ein weiter Weg ist, bis man sich dem Leben wieder nähert. Dieser Fall trifft auf Nietzsches Konzeption des freien Geistes vielleicht zu; in meinem Fall gibt es aber keine erneute Annäherung an das Leben, da ich mich ihm niemals entfremde. Einzig die Art, oder der Stil, den ich ausübe, um mich in "dem Leben" zu manifestieren, ist non-konformer, also nicht angepasster Natur. Ein moralbefreites Leben in einer moralischen Gesellschaft fordert an einigen Stellen eine künstliche Kompatibilität, die ich immer bereit gewesen bin, zu opfern.

Kulturelle Strömungsvorlagen in Form von Jugendbewegungen gibt es Zuhauf, einige Ausgestorbene, einige Aktive, und auch einige Neulinge. Sich diesen unterzuordnen wäre die Kapitulation der eigenen Individualität, und ist damit zu vermeiden. Künstliche Kompatibilität setzt aber voraus, das man mit einigen von ihnen symphatisiert, da man zwangsläufig mit ihnen in Kontakt tritt.

Der aktiv rebellische Jugendtypus, der Punk, der Hooligan oder der Metaller setzt sich gegen die Ideologie des herrschenden Systems ein; der passive Jugendtypus, wie der Hippie, oder der Anarchist setzt sich eine Parallelideologie, der er fortan mit seinen Argenossen angehört, an. Zum Schluss gibt es die Jugendbewegungen der Rohheit, Primitivität und Dummheit, der echte Gangster. Diese erreichen Nichts.

Zu allen diesen Strömungen eine der Situation angepasste Kompatibilität spielen ist Phantasielos. Für das Formen einer eigenen Kultur, die per Definition Elitär ist, nämlich seine eigenen Werte darstellt, ist Phantasie notwendig. Der Mangel an Phantasie bringt erst die Strömungen zusammen.

3.) Optimismus ("Schöpfen der Energie aus eigener Kraft")
Schopenhauers Pessimismus ist konsequent gedachte, wahre Weisheit. Er ist ebenso wenig zu leugnen, wie die theoretische Wahrheit des Solipsismus. Die Nichtigkeit des Lebens lächelt uns mit jedem tiefergehenden Gedanken über unsere Erscheinung in der Aussenwelt an. Spätestens der Tod macht alle Mühe zunichte. Allerdings war das pure Phänomen der Erscheinung des Lebens, in seinen Farben, Formen, Konturen und Kulturen für ihn immer negativ konnotiert, da er ausschliesslich das wahre (nichtige) Wesen dieser Erscheinungen beurteilte. Da man einem Phänomen aber nur das als Real attestieren kann, als das es erscheint, ist es falsch, ein Wesen eines Phänomens zu beurteilen. Es muss das, was erscheint, beurteilt werden, und das ist nunmal die farbenfrohe Welt, in der die Menschen herumtollen. Dieser kann doch wenigstens der Dualismus der Freude und des Leids, sprich, der Glückseligkeit mit Sicherheit attestiert werden. Damit ist der Schlüssel zum Glück eben nicht die epikureische Askese, sondern die dionysische Ekstase, der Rausch, der Lebensmut.

Dies ist der letzte Schritt, zu dem, wieder ganz persönlich gesprochen, ich mich bekenne - und die Variante, mit der ich meine Lebensfrist absolviere. Die Weltreise ist konsequenz aus alledem: Freiheit, Unabhängigkeit, Lebensenergie. Einzig an der Phantasie mangelt es mir noch. Aber diese Begabung fehlt mir nunmal. Ich habe nicht umsonst früher ausschliesslich weisse T-Hemden getragen, um damit auszudrücken, das ich nichts auszudrücken habe...

Bemerkungen zur Weltreisemotivation

Als ich im November 2006 den Text "Über meinen Narzissmus" schrieb, bin ich gerade seit 16 Tagen 22 Jahre alt gewesen. Wenn ich nun fast 2 Jahre später diesen Text lese, erkenne ich mich dadrin wieder, als jemanden, der etwas zu sagen hat; der es aber nicht in reiner und und unabhängiger Art und Weise auszudrücken weiss. Konkret, hier schreibt ein Narzisst, der durch die Erklärung, warum er Narzisst ist, auch weiterhin durch seine Leser Bewunderung und Anerkennung gewinnen möchte. Der Text ist ein Narzissmus-Häppchen.

Mittlerweile kenne ich die Ursachen für meine leicht narzisstische Persönlichkeitsentwicklung besser. Diese dort gemachten Aussagen über meinen Narzissmus waren nicht falsch, sondern nur mit Befangenheit von narzisstischen Motiven formuliert. Zwar macht der Beginn des Textes meine Befürwortung solcher Eigenschaften deutlich und generell klar. Verfälscht und unrein wird der Text aber, sobald ich auf die narzisstischen Eigenschaften meiner eigenen Persönlichkeit komme.

Ich nehme nun dies als Vorraussetzung, um einige Bemerkungen, warum ich mich in das Schicksal, der Anstrengung und den Gefahren einer Weltreise mit dem Fahrrad begebe, zu machen.

Glücklich zu sein ist schwierig, da Schopenhauers Formel, das das Glück negativer Art ist, also Glück immer nur eine Übergangsperiode bis zur nächsten Periode der Langeweile oder des Unglücks ist - Langeweile und Unglück somit das positive, stets vorhandene, darstellt, in meinem Weltbild zutrifft. Im Gegensatz zu Schopenhauer ziehe ich jedoch aus dieser Feststellung nicht die Konsequenz, das der Welt ein pessimistisch zu bewertendes Prinzip zu Grunde läge.

Ich mische nun eine weitere, gut bekannte philosophische Formel eines anderen, ähnlichen, bekannten Philosophen dazu, um meinen Standpunkt darzustellen.

Nietzsches Prinzip des Willens zur Macht waltet in Organisationsformen niedrigster Instanz, wie dem menschlichen Phänomen, mitsamt Körper und Geist, aber auch in höherer Potenzierung, wie in staatlichen Organisationen und Kulturen. Die hier in unseren Breitengrade etablierte westliche Kultur hat es sich nun als Ziel und Resultat gesetzt, einen Organismus zu züchten, dessen innere Motivation die Kontrolle ihrer Teilnehmer ist, denen die Freiheit und Mündigkeit genommen wird. Als Gegenleistung bekommen die "Individuen" (die ihren Namen nicht mehr verdienen) dafür eine Erlösung aus dem Prinzip des Lebenspessimismus, durch Methoden wie die verherrlichung der Arbeitswilligkeit oder dem schüren von gegenseitigen Neid auf den Besitz des nächsten. Das ist kein Wille zur Macht, sondern aller höchstens Wille zum Leben.

Wahrscheinlich ist dieses Ordnungsprinzip nur das Resultat eines intelligiblen waltenden Ordnungsinstinktes; aber es ist hier nicht die Stelle für mich, darüber Theorien aufzustellen.

Fest steht in meinen Augen, das es so ist.

Nun schliesst sich der Bogen mit der Einleitung; denn was ich nun mehr über die Entwicklung meines Narzissmus weiss, als ich es früher wusste, ist, das er eben nicht nur eine herkömmliche Reaktion auf meine Kindheitsmarterungen in der Hauptschule, dem sozialen Ausstoß aufgrund der Andersartigkeit, meine mangelnde Liebe und Interesse an Menschen in der Jugend aufgrund meines frühen Computer-Wahns, oder irgendwelchen ähnlichen wertlosen Belanglosigkeiten ist, sondern er ist das, was ich im Text "über meinen Narzissmus" noch fälschlicherweise als Patriotismus dargestellt habe, - nämlich Rebellion.

Es wurzelte in mir meine eigene, private Vorstellung von Werten und Moralischen Handlungsweisen. Früh erkannte ich das barbarische und unnatürliche und jenseits aller Vernunft wirkende des kapitalistischen Geldsystems; Seit nahm ich den Irrsinn Geld, und dem gesamten Finanziellen und Psychologischen Zubehör, der damit verknüpft ist, wie Ruhm, oder Kleidung, oder Prunk nicht mehr ernst. Ich erkannte die Oberflächlichkeiten menschlicher Gestiken und Mimiken im Alltag; seit dem war mir die Öffentlichkeit egal. In etwa an dieser Stelle entwickelte sich auch die bei mir niedrig vorhandene Scham. Denn wovor sollte man sich schämen, wenn man nicht man selbst ist, und keine Instanz verkörpert. Es entwickelte sich meine Widersprüchlichkeit, die den mich besser kennenden Menschen in meinem Freundeskreis im laufe der letzten Jahre aufgefallen ist. Ich gehe so weit, sogar zu behaupten, das meine Variante der Faulheit, daraus resultiert, das mir das Material an Dingen, an denen ich Ernsthaft tätig sein konnte, fehlte. Man kann sagen, meine Vorstellung von Macht konnte in dieser Welt nicht wurzeln.

Während meiner Deutschland-Reise entwickelte sich nun wunderlicherweise etwas, was ich bisher immer als die "schönste Zeit in meinem Leben" titulierte, nämlich, das ich Ansatzweise, nur ganz Rudimentär, einige meiner wahren Wertevorstellungen in mir aufblühen sah. Das war ein Moment, an dem ich wahrhaft positiv besetztes Glück empfand; mein Wille zur Macht fühlte sich das erste mal gestreichelt; mein intelligibles Inneres hatte da erste mal eine Bestätigung. Wenn ich sage, ich bin ein Freiheitsliebender Mensch, dann meine ich damit nicht, das ich in Freiheit leben will, sondern das ich die Freiheit haben will, meinen intelligiblen Anforderungen an mich und der Aussenwelt nachzukommen. Da nun, warum auch immer das so sein mag, meine intelligiblen Vorstellungen verhältnismäßig stark von der Norm abweichen, fiel mir das immer besonders schwierig, und ich musste schwierige, unverständliche Methoden anwenden, um es durchzusetzen. Im Auftakt zur Weltreise nun wiederrum, bin ich höchst motiviert, herzrasend vor Glücklichkeit und wahrer Freude.

Denn es gibt mehrere Aspekte, die mich hoffen lassen, das ich meine intelligiblen Vorstellungen nun mehr als nur Streicheln werde. Ich habe einen Reisepartner, mit dem ich mich austauschen kann, der mich ergänzt. Aber trotzdem keine Verpflichtung; wenn das freundschaftliche Verhältnis auslaufen sollte, dann ist es traurigerweise so, und ich bin zum Alleine sein bestimmt. Meine bisherigen Hochschätzungen lassen mich aber auf eine Zweisamkeit tippen. Ich habe keinen Zeitpunkt, zu dem ich zurückkehre, oder Fertig sein muss. Das gesamte Lebensgefühl wird umgestellt, es gibt kein absehbares Ende. Mein Druck, meine sozialen Bindungen und Pflichten, mein Gewissen ist beruhigt - denn die Anzahl wahrer Freundschaften, die ich hier in meiner 23 jährigen Sesshaftigkeit machte, ist schwindend gering. Damit ist der Verlust zu verschmerzen und ich bitte jede(n) Betroffenen hier seine/ihre Trauer durch Verständnis meiner Motive zu besänftigen.

Weiterhin bin ich mir stärker als je zuvor über meine Motive im klaren, und es ist nun nicht mehr, wie ich anfänglich mal behauptete, ein "Selbstfindungstrip". Es ist auch, wie einige meiner Freunde behaupten, keine Tat um irgendwelche Anerkennung oder Ruhm oder Befriedigung meines Narzissmus zu erlangen. Es ist ein selbst-autonome Tat.

Was mir auch diesmal noch fehlen wird, ist die finanzielle Unabhängigkeit. Ich gehe aber davon aus, das ich dafür kämpfe, falls ich mich irgendwann entscheiden sollte, genug gereist zu sein, und mich nieder zu lassen.

Alles im allen, trotz aller guten und schlechten Stimmen die ich zu diesem Unterfangen höre, habe ich noch immer, lückenlos, das Gefühl, etwas richtiges zu tun.

Weltreise Designvorschlag 2

Dies ist unsere Küche, Modell "Ja! Spaghetti italienisch" und "Coleman Peak 1 Kocher (Stove) Benzin":


Der Designvorschlag 1 wird nicht durchgeführt, da das Fahrrad auf diesem Bild geklaut wurde. Trotz zweimaligen Abschliessen. Damit ist also auch diese Original-Requisite meiner Deutschlandreise vernichtet.

Moral als Konsequenz oder als Ursache?

Achtung: Der Gedanke dieses Textes wird vollkommen verfälscht dargestellt. Dank Odal bin ich darauf gekommen, das ich den Gedanken in Kürze völlig anders formulieren werde, siehe die Kommentare. Somit distanziere ich mich von diesem voreilig geschriebenen Text, danke


Das Phänomen der Moral, als reglementierendes Gesamtwerk von Kulturen, Nationen, Religionen oder Ideologien ist immer nur eine Konsequenz, ein Rechenergebnis eines grundsätzlich waltenden Instinkts von Gruppierungen. Erstaunlicherweise geht der Trend dahin, den Weg umzukehren, und erst eine Moral zu begründen und zu legitimieren, um auf diesem Fundament dann die Kultur, oder die Glaubensrichtung, erwachsen zu lassen. Zumindest wird dieser Schein in den Moral-hinterfragenden Geistern erzeugt, der sich unsere Bildungsanstalten und Glaubensgemeinschaften anschaut.

Um seinen Blick frei von aller Moral zu machen, ist es wichtig, sich zunächst die tatsächliche Anatomie der Moral zu verinnerlichen. Es ist immer erst der ahnungslos handelnde Mensch, dann die Erfahrung, und zum Schluss die Moral, die das Licht der Welt erblicken. Wäre die Moral zuerst, durch einen Wunder-Ursprung, wie es beispielsweise die Christen oder Juden, aber auch politische Institutionen, die sich auf dieses Gedankengut stützen, annehmen, auf der Welt, dann hätte Sie sich also nie entwickelt, und würde als fehlerfreies, reines Gebot über dem menschlichen Geschehen auf dem Erdball walten.

Es zeigt sich, das eine Menschenvereinigung, die fanatisch an einen Wunder-Ursprung glaubt, auch gleich härter bemüht ist, ihre Mitglieder an ihre Moralvorstellung zu binden. Beispiele hierfür sind alle Formen von orthodoxen Religionen, oder der Islam.

Tatsächlich ist das europäische Moralgebäude, das sich seinen Wurzeln, seinem Ursprung, seinem Geiste, von Generation zu Generation weiter entfernt, längst alles andere als fanatisch. Die Moral wurde Institutionalisiert. Europa ist keine Moral, sondern Politik. Ein Glaube an die Moral existiert nicht mehr; die Möglichkeit des Unglaubens an die Moral wird den Bürgern der europäischen Kultur nur genommen.

Ich gebe ein Beispiel.

Der einzige Verdienst, dem ich der christlichen Moral anerkennen möchte, ist, das sie es geschafft hat, das wütende Raubtier aus dem Menschen zu nehmen, und ihn zu zähmen. Erst, seitdem der Mensch zahm geworden ist, konnte er überhaupt über solche Konzepte wie der Gerechtigkeit, der Wirtschaft oder der politischen Macht sinnieren. Zuallerletzt ist es ihm gelungen, die Moral an sich philosophisch zu betrachten. Wenn heute noch "moderne" Christen von Nächstenliebe oder der ewigen göttlichen Gerechtigkeit schwärmen, so sind es verliebte Überbleibsel des christlichen Gemeinschaftsgefühls, das nunmal auf recht fanatische Weise ihren moralischen Wunder-Ursprung annahm. Der grundwaltende Instinkt war ihre Liebe zum friedlichen beieinandersein.

Der Abbau dieses christlichen, aber auch allen anderen Kulturgebäuden geschieht automatisch durch die Vermischung aller moralischen Werte, wie es in unserem "Informations"-Zeitalter geschieht. Dieser nihilistische Zustand der Kultur hat also keinen Glaubensmangel, sondern einen Glaubensüberfluss, eine Flut an potenziellen Werten und Idolen, zur Ursache. So wird die Moral zur Konsequenz und Ursache zugleich. Sie ist damit, ähnlich wie das kapitalistische Finanzsystem, eine immer wieder neu explodierende Seifenblase, die eine Vernichtung aller in ihr aktuell wirkenden Werte zur Folge hat.

Der sich von einer Moral unabhängig machende ist damit demjenigen zu vergleichen, der sich finanziell unabhängig macht, und sich selbst versorgt. Vorraussetzung dafür ist es, stark genug zu sein, um das, was die Moral - oder das Finanzsystem - bietet, aus sich selbst schaffen zu können. Denn so, wie die Integration in das Finanzsystem leicht vor Hunger schützt, und Sicherheit schafft, so schützt die Moral vor der Grausamkeit und dem eigenen Raubtier. Erst der sich selbst versorgende - und selbst zähmende Mensch, hat ein Recht dazu, der Moral zu entsagen.

Routenplan

Dies ist unsere korrigierte bisherige europäische Routenplanung, gelesen von Links nach Rechts und von Oben nach Unten.


DeutschlandFrankreichSpanienFrankreichItalienKroatienMontenegroAlbanien
Recklinghausen
Bochum
Essen
Düsseldorf
Köln
Bonn
Remagen
Koblenz
Mainz
Worms
Mannheim
Heidelberg
Kaiserslautern
Homburg
Saarbrücken
Creutzwald
Metz
Verdun
Sainte-Menehould
Valmy
Somme-Tourbe
Somme-Suippe
Epernay
Château-Thierry
Meaux
Paris
Rambouillet
Chartres
Le Mans
Angers
Nantes
La Rochelle
Royan
Bordeaux
Dax
Anglet
Irun
Bilbao
Navarra
Zaragoza
(optional Madrid -
2x275 Kilometer?)
Lleida
Barcelona
Perpignan
Montpellier
Marseille
Toulon
Cannes
San Remo
Imperia
Diano Marina
Alassio
Albenga
Finale Ligure
Savona
Varazze
Genova
Mailand
Legnago
Este
Monselice
Montegrotto Terme
Mira
Venedig
Cavallino
Jesolo
Trieste
Rijeka
Crikvenica
Covici
Gospic
Gracac
Knin
Sinj
Makarska
Bacina
Herceg Novi
Bar
Ulcinj
Lezhe
Lac
Durres
Kavaje
Divjake
Fier
Patos
Armen
Gjirokaster
Konispol


Anschliessend folgt hier folgt Griechenland. Hier wirds richtig haarig, da hier viele Berge und keine Städte dazwischen kommen. Ziel ist Athen, also müssen wir einmal ganz durch Griechenland durch. Wie wir das machen sollen? Vorschläge bitte melden...

die Kultur als Kunst

Es liegt in der Definition des Begriffes "Kultur", das sie immer eine höher potenzierte Darstellung uns a priori gegebener Formen ist. Abgesehen von krankhaften, entarteten, schädlichen Kulturen kann immer, abhängig vom Grad der Sublimierung transparenter oder umständlicher, von der Implementierung der kulturellen Darstellung auf einen Ursprung geschlossen werden, und auch zusätzlich ein chronologischer Report der Entwicklung gemacht werden.

So ist die europäische Esskultur mit Messer und Gabel ein Symbol der Reinlichkeit des Menschen(*1), Länderflaggen ein Symbol von Identität, Kleidung ein Träger von aristokratisch geprägten Rang -und Machtstati eines Menschen; Titel, Adel und Anreden sind weitere Mechanismen zur sozialen Anordnung, die als kulturelle Werkzeuge dienen. Das Gesetz -und Strafsystem ist ein Spiegel, wie stabil die Kultur und der Glaube an sie ist. Dies alles nur, um einige Beispiele von transparenteren, geläufigen kulturellen Produkten zu nennen.

Kulturen entwickeln sich nicht linear, sondern sich selbst ständig erneuernd - der Zelle im Organismus zu vergleichen. Auch andere Schemata sind einem Organismus ähnlich, so das Verhalten, wenn der Kultur die "Nahrung", sprich die Ideologie und das Gedankengut dahinter, verloren geht; oder die Missbildungen bei zu schnellem heranwachsen oder der verfrühten Mutterleibstrennung von Organismen.

Im Unterschied zu Organismen entwickeln sich Kulturen aber nicht rein, sondern können non-kulturelle Einflüsse, wie etwa der Politik oder dem temporären Hype einer Menschenmenge durch plötzlich kollektiv auftretendes Gedankengut, erleiden.
Der Einfluss dieser Fremdkörper ist einer solch unautonom entstandenen Kultur nicht unmittelbar abzulesen; erst eine konkrete, präzise Analyse gibt hier Aufschluss über die wahren Zutaten einer solchen Mixtur.

Die Bildungs-Kultur ist der für die Einverleibung der Kollektiv-Kultur eines Standes hauptverantwortliche Wertegeber. Angefangen mit der σχολή der Griechen, die erstmalig das Konzept einer Schule, wie wir sie in der heutigen westlichen Zivilisation etabliert sehen, erdachten, erleichterte es diese Institution nun von Generation zu Generation, autonome Kulturen durch und mithilfe non-Kultureller Zutaten zu würzen. Während der noch frühen Entwicklungsphase eines Organismus eines Individuums lassen sich am leichtesten Wertevorstellungen der aktuell gültigen Kultur einimpfen.

An der Stelle, an der die Kultur eines Menschen sich nicht mehr Autonom, sondern durch äussere Einflüsse, gestaltet, beginnt die Züchtung des Menschen und damit die Kunst der Kultur.

Es kann nun mit verschiedenen Kulturformen gespielt werden; es kann probiert werden, wie kompatibel sich diese kulturelle Vorstellung mit jener darstellt. Es können auch Abarten und Perverse Kulturzustände, die glücklicherweise aber auch schnell aussterben, ausprobiert werden. Die Leitung dieser Szenen, übernehmen die politisch mächtigsten Teilnehmer der Szenerie des Lebens; sprichwörtlich die oberen Zehntausend. Dies sind die eigentlichen Künstler und Autoren des Menschen-Getummels.

Die Revolution, die ein solches Konzept verändern könnte, ist utopisch und nahezu ausgeschlossen, da das menschliche Kollektiv, ich nenne es mal, die Menschheit, in sich trägt, so mit ihren einzelnen Individuuen zu widerfahren. So wie auch in allen Tierordnungen hat hier ein Mensch, auch trotz seiner Individualität stets einen kulturdienlichen Zweck. Desweiteren sind die politischen Institutionen durch viele Sicherheitsvorkehrungen vor einer solchen Revolution geschützt. Die Masse wird geradezu narkotisiert, so das sie weiterhin als belustigende Puppen auf der Bühne tanzen können, ohne von der Bühne zu springen.

Das sich von diesen Leinen losmachende Individuum wird doch zunächst nicht auch zum Künstler, sondern zum Zuschauer. Schon alleine dieses Exemplar von Mensch ist ein seltenes, beachtenswertes Geschöpf. Aber erst derjenige, der aus sich selbst seine Moral -und Wertevorstellung schöpft, wird zum Künstler einer neuen, eigenen Kultur, die sich fortan als sein Produkt, seine Geschichte und sein Wahn, in der Welt etablieren darf.

*1 Fußnote: Das es praktischer ist, mit Besteck zu essen, kam als Nebeneffekt und Konsequenz der Kochkunst, die erstmalig feste Nahrung mit Flüssigkeiten mischte.

Herbert, Zylka und Randoms

Ein kurzes Skate-Videöchen gibt es seit wenigen Minuten auf Youtube.

Gute Arbeit, Zylka.